NABU-Gruppe Gleisweiler

 

Die NABU-Gruppe Gleisweiler ist eine Untergliederung innerhalb der NABU-Ortsgruppe Gommersheim die 1967 gegründet wurde und heute 400 Mitglieder zählt. Im März 2006 wurde der Name der Ortsgruppe Gommersheim in Ortsgruppe Verbandsgemeinden Edenkoben/Maikammer abgeändert. Hiermit wurde nun ein Name gefunden, der das gesamte Arbeitsgebiet leichter erkennen lässt und nicht wie zuvor scheinbar nur Aktivitäten in einer Gemeinde ausdrückt. Die Ortsgruppe VG Edenkoben/Maikammer setzt den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten in den Verbandsgemeinden Edenkoben und Maikammer mit ihren 19 Ortschaften. Sie unterhält in Gommersheim seit nunmehr 25 Jahren einen eigenen Vogellehrpfad. Aber auch übergreifende Projekte in der Südpfalz z. T. mit anderen örtlichen Naturschutzverbänden werden durchgeführt. Auf diese Zusammenarbeit mit anderen regionalen Verbänden wird sehr viel Wert gelegt. Dies zeigt auch das gemeinsame Exkursionsprogramm dieser Verbände, welches von der NABU-Gruppe Gleisweiler innerhalb der Ortsgruppe VG Edenkoben/Maikammer zwei mal jährlich zusammengestellt wird. Einige Hektar Flächen in Besitz der Ortsgruppe VG Edenkoben/Maikammer (Streuobstwiesen, Feuchtbiotope, Trockenmauern etc.)  gilt es zu erhalten und zu pflegen.

 

Im Jahr 1988 wurde die NABU-Arbeitsgruppe Gleisweiler ins Leben gerufen. In den ersten Jahren wurden Feuchtbiotope angelegt, Nistkästen und Nisthilfen in Eigenbau hergestellt und ausgebracht. Durch Schaffung kleiner Amphibienlaichgewässer im Wald wurden deren Überlebenschancen verbessert, auch weil diese dort ohne Überquerung von Straßen zu den Laichgewässern wandern können. Schleiereulen-, Turmfalken- und Dohlenkästen wurden auf Kirchtürmen und Scheunen eingebaut, um diesen Arten die Wohnungsnot zu lindern. Eine Vielzahl von Pflegemaßnahmen in den umliegenden teilweise stark verbuschten Naturschutzgebieten wurden durchgeführt. Auf diesen Flächen wurden ca. 150 Obstbäume aus der Sortenauswahl des Arbeitskreises "Historische Obstsorten der Pfalz" gepflanzt. Weitere 320 Obstbäume wurden auf dem westlich von Gleisweiler gelegenen Hochplateau "Schützenberg" gepflanzt. Ein weiteres Augenmerk gilt dem Erhalt, der Reparatur und Neuerrichtung von Trockenmauern in den ehemaligen Weinbergsterrassen und auf NABU Flächen. Hier kümmert sich der NABU-Gleisweiler um ca. 3500 mtr. Trockenmauern rund um Gleisweiler. Hiervon wurden ca. 200mtr. neu errichtet, 100mtr. repariert und ausgebessert und der Rest freigeschnitten und entbuscht. Jährliche Pflegemaßnahmen zur Verdrängung von Brombeersträuchern in der Trockenmauer, damit ihre Funktion im Ökosystem erhalten bleibt, sind erforderlich. Für das Artenschutzprojekt "Wanderfalke" des Landes Rheinland-Pfalz wurde ein Steinbruch von Baumbewuchs freigestellt und der Erfolg dieser Maßnahme stellte sich drei Jahre später in Form eines Brutpaares ein. Für das Artenschutzprojekt "Fledermäuse" engagieren sich Mitglieder des NABU Gleisweiler innerhalb des "Arbeitskreis Fledermausschutz" Rheinland-Pfalz für den Erhalt und Schutz der Lebensräume dieser vom Aussterben bedrohten Säugetiere. Die Jugendarbeit im NABU Gleisweiler wurde mit der Gründung einer Kinder- und Jugendgruppe 1991 begonnen und bis heute fortgeführt. Im Jahre 1997 wurde eine Stelle innerhalb des "FÖJ" (Freiwilliges ökologisches Jahr) eingerichtet. Jetzt konnten die vielfältigen Aufgaben effektiver erledigt werden. Für diese vielfältigen Tätigkeiten im praktischen Naturschutz erhielt der NABU Gleisweiler u. a. 1991 und 1999 den Umweltpreis des Landkreises Südliche Weinstraße. Im Jahr 2005 erhielt die NAJU Edesheim den Umweltpreis des Landkreises Südliche Weinstraße für ihr Engagement in der  Natur.